Implementation of EMR in Bijayanagar Hospital, Lumbini.
Ursprungssprache: Englisch
NidanEHR ist ein Open-Source-System für elektronische Patientenakten und Krankenhausinformationssysteme , das für Gesundheitseinrichtungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen entwickelt wurde. Es integriert die klinische Versorgung und den Krankenhausbetrieb und unterstützt gleichzeitig die Interoperabilität mit nationalen und globalen digitalen Gesundheitsplattformen. NidanEHR ermöglicht Einrichtungen die Verwaltung von Patientenakten, klinischer Dokumentation, Termine, Abrechnungen, Apotheken-, Lager-, Labor- und Radiologie-Arbeitsabläufe über eine integrierte Plattform zu verwalten. Ihre offene Architektur ermöglicht es lokalen Organisationen und Entwicklern die Möglichkeit, das System entsprechend der länderspezifischen Anforderungen zu konfigurieren, erweiter und anzupassen. Durch die Kombination von Open-Source-Technologie, Interoperabilität und lokalen Implementierungskapazitäten zielt NidanEHR darauf ab, eine umfassende digitale Gesundheitsinfrastruktur für Krankenhäuser und Kliniken zugänglicher und nachhaltiger zu gestalten.
Die Einführung von NidanEHR hat mehrere Herausforderungen deutlich gemacht, die bei der digitalen im Bereich der digitalen Gesundheitstransformation in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auftreten. Gesundheitseinrichtungen weisen häufig unterschiedliche Arbeitsabläufe, Berichtsanforderungen und den Digitalisierungsgrad auf Reifegrade auf, wodurch Konfiguration, Lokalisierung und Änderungsmanagement zu wichtigen Bestandteilen der Implementierung werden. Widerstand gegen die Änderung etablierter papierbasierter oder fragmentierter Arbeitsabläufe kann ebenfalls die Akzeptanz beeinträchtigen, insbesondere wenn das Gesundheitspersonal nur begrenzt Zeit für Schulungen hat.
Zu den technischen Herausforderungen zählen die Interoperabilität mit bestehenden Gesundheitsinformationssystemen, Altdatenbanken und medizinische Geräte; Unterschiede bei nationalen Datenstandards; Einschränkungen bei Infrastruktur und Konnektivität sowie die Notwendigkeit, auch in Umgebungen mit begrenzten Ressourcen eine zuverlässige Leistung aufrechtzuerhalten. Die Integration mit Labor-, Radiologie-, Apotheken-, Abrechnungs- und Gesundheitsfinanzierungssystemen kann erheblichen technischen Koordinationsaufwand erfordern.
Länderspezifische regulatorische Anforderungen und sich weiterentwickelnde Strategien im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung können ebenfalls Einfluss auf die Umsetzungsfristen sowie die Systemgestaltung beeinflussen. Eine nachhaltige Einführung erfordert darüber hinaus lokale technische Kapazitäten vor Ort für Anpassung, Wartung, Cybersicherheit, Benutzerunterstützung und langfristige Systemsteuerung. Diese Herausforderungen zeigen deutlich, dass eine erfolgreiche Einführung digitaler Gesundheitslösungen mehr erfordert als nur die Bereitstellung von Software und muss organisatorische, personelle, technische und politische Faktoren gemeinsam berücksichtigen.
NidanEHR hat deutlich gemacht, wie wichtig die Einführung digitaler Gesundheitssysteme ist durch einen schrittweisen, nutzerorientierten und lokal anpassbaren Ansatz deutlich gemacht. Eine frühzeitige Einbindung von Klinikern, Verwaltungsmitarbeitern, IT-Teams und anderen Akteuren des Gesundheitssystems trägt dazu bei, bestehende Arbeitsabläufe zu erkennen und sicherzustellen, dass Konfigurationsentscheidungen den tatsächlichen Bedürfnissen der Einrichtung Rechnung tragen. Schulungen, kontinuierliche Benutzerunterstützung sowie die Einbindung lokaler technischer Teams sind für eine nachhaltige Einführung unerlässlich.
Interoperabilität sollte eher als ein zentrales Gestaltungsprinzip betrachtet werden und nicht als eine zusätzliche Funktion betrachtet werden. Die Verwendung offener Standards wie FHIR und die Aufrechterhaltung von Integrationsmöglichkeiten mit Plattformen wie DHIS2, OpenIMIS und anderen nationalen Gesundheitsinformationssystemen kann die Abhängigkeit von Anbietern verringern und die Kontinuität des Datenaustauschs im Laufe der Weiterentwicklung der Gesundheitssysteme gewährleisten.
Eine modulare und konfigurierbare Architektur unterstützt außerdem die Anpassung an verschiedene Länder und Einrichtungstypen Einrichtungstypen erleichtern, ohne dass das gesamte System neu konzipiert werden muss. Die Open-Source-Entwicklung kann lokale Entwickler und Organisationen dazu befähigen, sich an Anpassung, Implementierung und Wartung zu beteiligen.
Im Hinblick auf Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit sollten bei der Implementierung offene Standards, Daten Governance, Cybersicherheit, Dokumentation, den Aufbau lokaler Kapazitäten sowie eine realistische Planung der Gesamtbetriebskosten in den Vordergrund stellen. Kontinuierliches Feedback der Nutzer und die Überwachung der Umsetzungsergebnisse sollten als Leitfaden für iterative Verbesserungen dienen. Auf politischer Ebene können die Abstimmung mit nationalen Strategien für digitale Gesundheit, Interoperabilitäts- sowie die regulatorischen Anforderungen das Potenzial für eine breitere Akzeptanz erheblich verbessern.




